Alleinsein akzeptieren

Alleinsein akzeptieren

Einsamkeit überwinden lernen

Ereignisse im Leben oder Krisenzeiten können dazu führen, gezwungenermaßen alleine zu leben oder über eine längere Zeit hinweg alleine zu sein.

Doch nicht jeder kommt mit dem Alleinsein zurecht.

Um die Stille und Beschäftigung mit sich selbst nicht ertragen zu müssen, bieten Fernseher und Radio sicherlich oft eine Ersatz-Geräuschkulisse und die Serienhelden sogar eine Art vorgetäuschter Vertrautheit.

Vermeidung und Verdrängung lösen jedoch nicht das eigentliche Problem, sich alleine nicht wohl fühlen zu können.

Wie lernt man, sich mit sich selbst zu beschäftigen?

1. Sich selbst beobachten

Nimm dir Zeit, in der Stille zu sitzen, ohne irgendwelche Medien zu nutzen. Nimm die Stille bewusst wahr.

Am ersten Tag reichen einige Minuten. Dehne die Zeitspanne der Stille ganz langsam täglich aus.

Sich zu viel vorzunehmen, ist eher kontraproduktiv und führt eher dazu die Übung abzubrechen.

Genieße das Gefühl der Leere. Beginne, dich selbst zu beobachten. Was fühlst du? Was denkst du?

Die Reflexion verändert nach und nach deine Wahrnehmung. Du bist jetzt nicht nur einsam, sondern beobachtest dich selbst in der Einsamkeit.

Du bist sowohl der einsame Mensch als auch sein Beobachter. Deshalb fühlt es sich für dich an, als wärest du zu zweit.

2. Gedanken aufschreiben

Erlaube dir, deine Emotionen, die in der Stille hochkommen, zu erleben. Schreibe deine Gedanken dabei auf.

Worte fördern das Bewusstwerden und bewirken Klarheit. Sie lindern Unruhe, Sorgen und Schmerz.

Mit dem Aufschreiben der Gedanken reflektierst du deine Situation und deine Einsamkeit, und du übernimmst die Kontrolle über deine eigenen Gedanken.

Anfangs mag es dir noch schwerfallen, deine Gedanken auszudrücken.

Je öfter du diese Übung ausübst, desto stärker wirst du dich mental fühlen, so dass du zunehmend entspannter mit dem Alleinsein umzugehen lernst.

Lese dir nach und nach die niedergeschriebenen Gedanken durch.

Du wirst dabei merken, wie viel stärker du geworden bist und kannst dich an deinem persönlichen Wachstum erfreuen.

Quelle: Jeffers, S. (1992). Dare to Connect. Kent: Mackays of Chatham PLC. Pantelis Balaouras – D

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