Stress und Burnout

 

 

Was ist Stress?

Unter Stress verstehen wir psychosoziale Belastungserfahrungen. Gelingt deren kognitive und emotionale Bewältigung eher weniger, können die nicht vollständig verarbeiteten Reize Blockaden bilden.

Stress baut sich auf, wenn nicht regelmäßig auf Regeneration geachtet wird und lässt den Stresspegel besonders schnell bei unvorhersehbaren Ereignissen hochschnellen. Definiert sich die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit der eigenen Person über Leistung, so mischen sich Stress und Stolz zu einem Statussymbol, das Anerkennung von anderen erwartet. Sowohl Über- als auch Unterforderung können Stress auslösen.

„Wirklichkeit und das Leben“ werden höchst individuell unterschiedlich erlebt und bewertet, so dass eine Situation oder ein Gedanke bei einer Person Stress auslöst und bei einer anderen nicht.

Hoher Blutdruck, Verdauungsbeschwerden, erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, Spannungskopfschmerzen, vermehrte Infektionen, Depression, Migräne, Zyklus- und sexuelle Störungen (erektile Dysfunktionalität)

(Link zur Quelle)

Was ist Burnout?

Burnout ist ein schleichender Prozess, der verhaltens- und verhältnisbedingt ist. Er ist verbunden mit einem massiven Erschöpfungszustand, Persönlichkeitsveränderungen und einem verringerten Leistungsvermögen. Bis zu einem gewissen Grad kann noch jeder selbst die Warnsignale erkennen, im fortgeschrittenen Stadium allerdings eher weniger. Der Prozess kann in einer Depression enden.

Schlafstörungen, Gedächtnisstörungen, Verdauungsstörungen, Konzentrationsprobleme, Gereiztheit, Lustlosigkeit und Sinnleere

Burnout-Rad

Die Phasen sind nicht bei Jedem gleich ausgeprägt und gleich intensiv oder lang in ihrer Dauer.

Alarm

1. Der Drang, sich beweisen zu müssen
2. Verstärkter Arbeitseinsatz
3. Vernachlässigen der eigenen Bedürfnisse
4. Verdrängen von Konflikten und Bedürfnissen

Widerstand

5. Umdeuten von Werten
6. Verstärktes Verleugnen von Problemen
7. Rückzug aus Familie und Freundeskreis
8. beobachtbare Verhaltensänderung

Erschöpfung bis Zusammenbruch

9.  Verlieren des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
10. Innere Leere
11. Depression
12. Völlige Erschöpfung und Handlungsunfähigkeit

Aktuelles zu Burnout

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde Burnout im Mai 2019 klar als Syndrom definiert, das im Zusammenhang mit Belastungen bei der Arbeit steht. (Bisher war Burnout unter “Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung” und ohne Verweis auf das berufliche Umfeld im Katalog ICD-10 aufgeführt.)

Quelle 1   Quelle 2

Der Begriff Burnout wird damit erstmals als Faktor eingestuft, der die Gesundheit beeinträchtigen kann. Seine Definition und Einschränkungen werden ab 2022 in die überarbeitete Version des internationalen Klassifikationssystems der anerkannten Krankheiten, ICD-11, aufgenommen.

Wer ist von Burnout betroffen?

Menschen, die

… übermäßige Leistungs- und Perfektionsansprüche pflegen

… permanent Leistungsdruck und Versagensängsten ausgesetzt sind

… hohe Werte pflegen und Ansprüche (Identität, Loyalität) an sich stellen, sich über Leistung definieren

… Erwartungen erfüllen wollen und daran ihren Selbstwert bemessen

… chronischem Stress ausgeliefert sind oder sich diesen machen

… schlechte Gewohnheiten entwickelt haben und Lösungsmöglichkeiten kompensatorischer Art (Aufputsch- und Beruhigungsmittel: Kaffee, Alkohol, Tabletten, Drogen) nutzen

Vor allem Berufsgruppen mit hoher sozialer Interaktion sind von Burnout-Erkrankungen betroffen. So ist es wenig verwunderlich, dass neben dem Dialogmarketing auch Berufe im Vertrieb und der Pflege stark betroffen sind.

Quelle: (Link führt zu Seite mit eingeschränktem Zugriff)

Die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und eigene Optimierung steigen. Während die Phasen der Erholung, des Ausgleichs und der Regeneration häufig fehlen. Überforderung, Erschöpfung und letztlich auch psychische und psychosomatische Erkrankungen können die Folge sein.

Besondere Anforderungen im Berufsleben sind gegeben durch

  • die Komplexität der Aufgaben
  • das hohe Arbeits- und Entscheidungstempo (Stichwort Digitalisierung)
  • Erreichbarkeit, Verfügbarkeit rund um die Uhr für den Job, Mails und WhatsApp 24/7
  • Hektik, Störungen jeglicher Art
  • Überstunden, die selbstverständlich sind
  • Unzufriedenheit mit den Strukturen des Unternehmens, konfligierende Werte
  • den eigenen Leistungsanspruch
  • geringeren Handlungsspielraum
  • geringe Wertschätzung durch Vorgesetzte
  • wenige soziale Kontakte und lockere Gespräche mit den Kollegen
  • Vereinbarkeit von Kind und Karriere
  • „Beiläufige Ernährung“, „Fastfood“
  • Hohe Ansprüche und exakte Planung der Freizeit
  • Bewältigung des Alltags: Einkaufen, Haushalt
  • Pflegefall in der Familie
  • Wenig und/oder unregelmäßiger Schlaf

Was ist Boreout?

Mit Boreout bezeichnet man die Unterforderung und Langeweile am Arbeitsplatz und deren gesundheitliche Folgen auf Körper und Psyche. Wer ständig unterfordert ist, wird auf die Dauer krank. Depressionen, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Tinnitus, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Magen- und Darmleiden sind typische Anzeichen. Die Symptome sind denen des Burnouts ähnlich, doch die Gründe dafür könnten kaum unterschiedlicher sein.

Depressionen, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Tinnitus, Kopf und Rückenschmerzen sowie Magen- und Darmleiden

Die typischen Anzeichen sind denen des Burnouts ähnlich, doch die Gründe dafür könnten kaum unterschiedlicher sein.

Wie gut sorgen Sie für sich selbst?

An wen kann ich mich bei Verdacht auf Burnout wenden?

Das Leben genießen

Es ist Zeit, loszulassen und das Leben zu genießen. Hier und jetzt.